Buch: "Dear Oxbridge" · Literatur

Nele Pollatschek

Goosen & Gäste

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Die Kenner sind sich einig, mit ihrem neuesten Werk "Dear Oxbridge" (Galiani Verlag, Berlin) ist der jungen Autorin wieder ein hinreißendes Buch gelungen.

Frank Goosen spricht mit der jungen Erfolgsautorin darüber, wie man als "Hochstaplerin" in der High Society Großbritaniens überlebt, die Tücken des Weins und was sie von Sternchen in der Gender-Diskussion hält.

Absolut großartig!

Mehr Infos: Nele Pollatschek wurde 1988 in Berlin geboren. Sie studierte Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford. 2018 wurde sie in Oxford zur Theodizeefrage im viktorianischen Roman promoviert. Ihr Debütroman Das Unglück anderer Leute (2016) wurde mit dem Friedrich- Hölderlin-Förderpreis und dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet. Seit Sommer 2019 präsentiert sie in hr2 kultur Pollatscheks Kanon: Weltliteratur zum Mitreden. Anfang 2020 - zum Brexit - erschien Dear Oxbridge. Liebesbrief an England.

Beeindruckt ist Frank Goosen von Pollatscheks ungewöhnlicher Haltung als feministinistisch geprägte Denkerin: Mühen wir Deutschen uns noch ab mit einer Genderisierung der Sprache, so werden in England gegenderte Formen der Sprache als sexistisch abgelehnt. Pollatschek zu Goosen: Ich möchte, dass du und ich beide das Gleiche sind: Wir sind beide Schriftsteller.“

Außerdem erzählt Nele Pollatschek sehr persönlich davon, wie sie es geschafft hat, an einem der renommierten Colleges in Oxford angenommen zu werden und wie die romantische Vorstellung, die sie davon hatte, mit der Realität kollidiert, aber auch über die Qualität des Universitätsessens, wo schon mal der Satz fällt: „Wenn ihnen nichts mehr einfällt, dann gibt es Perlhuhn.“

Sie malt ein sehr plastisches Bild vom Verhalten der englischen Upperclass und dem laxen Umgang der Engländer mit Psychopharmaka. Das alles ist hochintelligent, analytisch scharf und dabei hochamüsant!